Homer
Odyssee
Wohl kaum ein anderes Werk der Weltliteratur hat auf die Kunst- und Geistesgeschichte Europas einen so starken und nachhaltigen Einfluss gehabt wie Homers «Odyssee». In immer neuen Ausdeutungen und Variationen hält sich der Mythos von dem Helden Odysseus bis heute mühelos in so verschiedenen Medien wie der Kunst, der Literatur und dem Film. In kritischer Absicht spricht T.H.W. Adorno von der «Odyssee» gar als dem Grundtext der europäischen Zivilisation zwischen Mythos und Aufklärung. Ganz gleich wie man sich der griechischen Sage nähert, so steht doch die Irrfahrt des Odysseus von je her synonym für eine schicksalhafte Reise mit letztendlich glücklichem Ausgang. Intellektuelle Herausforderung und ästhetisches Vergnügen zugleich, liegt hier nun Homers großes Heldenepos mit all seinen vierundzwanzig Gesängen als Hörbuch vor. Dabei gelingt es dem Übersetzer Hans Georg Meyer, Versmaß und erzählte Handlung in eine harmonische Form zu bringen, sodass man der Geschichte gut folgt und sich dabei an der Sprache erfreut. Sprecher Volker Braumann legt nach seiner Lesung der «Bucolica» von Vergil nun mit Homers «Odyssee» einen weiteren zentralen Text antiker Dichtung vor.