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Seneca

Briefe an Lucilius

Senecas „Briefe an Lucilius“ gehören zweifelsohne zu den wichtigsten und umfangreichsten Quellen zur Philosophie der Stoa. In 124 Briefen leitet der Philosoph seinen Freund und Schüler Lucilius in die Praxis stoischer Lebensführung ein, in der festen Überzeugung, dass nur die Philosophie ein glückliches Leben garantieren könne. Dabei begreift Seneca die Stoa als Seelenheilkunde, die, von Lehrer wie Schüler diszipliniert verfolgt, zu innerer Unabhängigkeit, Unerschütterlichkeit und schließlich zu Seelenfrieden führe. Sich bei der Abfassung der Briefe selbst auf den Weg zu diesem höchsten Ziel begreifend, behandelt Seneca unermüdlich einen klar abgesteckten Kreis an Themen, zu dem die Beantwortung von so existentiellen Fragen gehören wie Armut und Reichtum, Unfreiheit und Freiheit, Angst und Glück, Leben und Tod. Stilistisch brillant und im Ton warm und zugewandt, bietet uns Seneca mit seinen Briefen auch heute eine wichtige Anregung, das eigene alltägliche Handeln wie auch die eigenen Haltungen zu existenziellen Grundfragen auf seine Richtigkeit hin zu prüfen, zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern, um auf diese Weise zu einer Lebensweise zu gelangen, die unserer eigentlichen Natur gemäß ist. Dabei wird Seneca nicht müde, uns daran zu erinnern, dass man bei bloßem Nachdenken nicht stehen bleiben kann, denn, wie er es in einem Satz auf den Punkt bringt: Handeln lehrt die Philosophie, nicht reden! Dieses Hörbuch vereint als erster Teil der vierteiligen Hörbuchreihe „Seneca – Briefe an Lucilius“ in vollständiger Lesung die ersten 52 Briefe. Eingelesen wurden sie von Volker Braumann, dessen Schwerpunkt als Sprecher auf der Wiedergabe des Werks Platons liegt.

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